
Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens kennen viele Menschen, auch wenn sie nicht Tennisspielen. In der Medizin taucht das Beschwerdebild häufig als M77.1 auf. Umgangssprachlich sagt man dazu Tennisellenbogen oder Epicondylitis radialis.
Wichtig ist: Hinter den Schmerzen steckt meist nicht “einfach nur Entzündung”. Es ist oft eine Überlastung der Strukturen am Sehnenansatz. Und genau deshalb hilft die beste Therapie nicht als Einzelmaßnahme, sondern als Kombination aus Belastung verstehen, entlasten und gezielt kräftigen.
Bei Tennisellenbogen geht es typischerweise um Beschwerden im Bereich an der Außenseite des Ellenbogens. Die betroffene Region lässt sich oft recht eindeutig zuordnen: Dort, wo die Sehnenansätze der Handgelenkstrecker sitzen.
In vielen Fällen berichten Betroffene, dass sie durch wiederholte, einseitige Bewegungen oder anhaltende Drehbewegungen im Alltag irgendwann Schmerzen entwickeln. Das kann klassisch beim Sport vorkommen, aber eben auch bei Tätigkeiten wie Renovieren, Handwerk oder anderen Aufgaben, bei denen immer wieder dieselbe Bewegung abgerufen wird.
Deshalb ist Tennisellenbogen nicht “nur für Tennisspieler”. Er ist eher ein Warnsignal des Gewebes: Der Muskel und vor allem sein Sehnenansatz waren nicht bereit für die Belastung, die regelmäßig auf sie eingewirkt hat.
Der Schmerz entsteht meist an der Außenseite des Ellenbogens, dort wo die Sehnen am Knochen ansetzen. Häufig beginnt das Problem durch Überlastung. Dadurch kann es im Verlauf zu Mikrotraumen kommen. Diese kleinen “Reizungen” oder Risse im Gewebe führen zu Entzündungsreaktionen, und wenn die Belastung so weitergeht, können Beschwerden chronisch werden.
Typisch ist auch das Muster: Irgendwann wird eine Bewegung spürbar unangenehm, später kann bereits Druck auf den betroffenen Bereich schmerzhaft sein. Betroffene merken oft: “Wenn ich genau da drücke, trifft es.”
Ein praktischer Hinweis aus der Physiotherapie-Praxis: Wenn die Region am äußeren Ellenbogen beim Druck schmerzhaft ist, spricht das häufig für eine Reizung am Sehnenansatz.
Das bedeutet nicht, dass man ohne Untersuchung “sicher” diagnostizieren kann. Aber es hilft, das Beschwerdebild grob einzuordnen: Die Symptome hängen sehr oft mit den Strukturen zusammen, die die Handgelenksstreckung steuern.
Am häufigsten sind Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Sie können sich verstärken, wenn du die belastende Bewegung durchführst oder wenn Druck auf den Bereich ausgeübt wird.
Viele erleben außerdem, dass der Schmerz nicht nur “lokal” bleibt, sondern je nach Situation auch unangenehm ausstrahlen oder sich in der Bewegung bemerkbar machen kann.
Gerade deshalb ist es sinnvoll, nicht nur “irgendwie” zu behandeln, sondern die betroffene Funktion zu adressieren: Muskeln, Sehnenansatz und auch begleitende Strukturen, die in der Bewegung und im Gewebesystem mitarbeiten.
Es gibt unterschiedliche Behandlungswege. Dazu zählen Operationen, Medikamente, entzündungshemmende Maßnahmen, Spritzen und auch Akupunktur.
Der entscheidende Punkt ist jedoch: Langfristig und sicher wirkt nicht immer dasselbe. Je nach Person, Belastungsmuster und Gewebereaktion kann die wirksamste Strategie variieren.
Was sich dabei trotzdem sehr häufig als Kern herausstellt:
Therapeutisch betrachtet geht es um zwei gleich wichtige Aufgaben:
Die Idee dahinter: Solange die Belastung am Sehnenansatz permanent “zu hoch” ist, kann die Reizung immer wieder neu angestoßen werden. Erst wenn das Gewebe mit der Zeit wieder verträglicher wird, kann es beruhigen und wieder aufbauen.
Im Folgenden findest du ein Übungsprinzip, das darauf abzielt:
Das kann besonders dann sinnvoll sein, wenn die Beschwerden nicht nur “stumpf außen” sind, sondern auch eine gewisse Ausstrahlkomponente haben.
Diese Übung arbeitet mit einer kontrollierten Handposition.
Was dabei passiert: Du bewegst nicht nur den Bereich, der an den Sehnenansätzen sitzt. Du bringst auch die betroffenen Strukturen in eine Dehn- und Lockerungsposition, und du kannst dabei gleichzeitig den radialen Nerv mit beeinflussen.
Wiederholungen: Plane einen Zeitraum von 10 bis 15 Wiederholungen (oder eine entsprechende Anzahl an flüssigen Bewegungen). Halte die Bewegung kontrolliert und vermeide extremes “Reinpressen”.
Diese Übung kombiniert lokalen Druck (Triggern) mit Bewegung. Das Ziel ist, die Region am äußeren Ellenbogen gezielt zu behandeln.
Warum das sinnvoll sein kann: Wenn du genau dort drückst, wo es reproduzierbar weh tut, setzt du einen starken Reiz auf die Region. Kombiniert mit Bewegung kann das helfen, die lokale Spannung zu reduzieren und den Schmerzdruck im Alltag zu senken.
Wichtig: Das ist kein “durchbeißen”. Der Schmerz darf spürbar sein, sollte aber nicht eskalieren. Wenn die Beschwerden deutlich stärker werden, reduziere Druck, Bewegungsumfang oder Pausenzeit.
Viele machen den Fehler, entweder nur zu “trainieren” oder nur “zu schonen”. Bei Tennisellenbogen ist es oft besser, in einem sinnvollen Wechsel zu arbeiten: erst Reize setzen, die Gewebe beruhigen und mobilisieren, dann Belastung dosieren, statt sie einfach komplett abzubrechen.
Ein alltagstaugliches Vorgehen:
Das Ziel ist nicht, jede Bewegung sofort schmerzfrei zu machen. Das Ziel ist, dass du über Zeit wieder eine bessere Belastungstoleranz aufbaust.
Da es viele Therapieansätze gibt, ist der wichtigste gemeinsame Nenner: Es geht um das Zusammenspiel aus Gewebe und Belastungsmuster.
Wenn du immer wieder die gleiche Bewegung in gleicher Intensität machst, kann jede Behandlung nur begrenzt wirken. Deshalb lohnt es sich, während der Rehabilitation folgende Fragen ehrlich zu beantworten:
Schon kleine Anpassungen können helfen, die Reizung am Sehnenansatz zu beruhigen und dem Gewebe Zeit zum Umbau zu geben.
Nein. Auch nicht-Tennisspieler können betroffen sein, etwa durch wiederkehrende einseitige Belastungen oder Drehbewegungen im Alltag oder Beruf. Entscheidend ist die Überlastung der Sehnenansätze der Handgelenkstrecker am äußeren Ellenbogen.
Weil die Beschwerden häufig an den Sehnenansätzen der Handgelenkstrecker entstehen. Überlastung kann Mikrotraumen und Entzündungsreaktionen auslösen, die sich im Verlauf verstärken können.
Es gibt unterschiedliche medizinische Ansätze wie Medikamente, Spritzen oder andere Verfahren. Allerdings ist nicht eindeutig, was langfristig und sicher bei allen hilft. Häufig ist eine nachhaltige Verbesserung nur möglich, wenn Belastung verstanden und durch Kräftigung und Entlastung gezielt gegengesteuert wird.
Spürbar kann es sein, aber du solltest nicht “eskalieren”. Wenn der Schmerz deutlich stärker wird oder sich verschlechtert, reduziere Druck, Bewegungsumfang oder Pausen. Ziel ist dosierter Reiz und bessere Gewebetoleranz, nicht Überforderung.
Physiotherapie setzt typischerweise am Ursache-Kern an: Gewebereizung durch Überlastung, Belastungsmuster im Alltag und gezielte Übungen für Dehnung, Triggern, Mobilisation und Kräftigung. Ein individueller Plan kann helfen, die Belastung richtig zu steuern und die Symptome langfristig zu reduzieren.
Schmerzen außen am Ellenbogen sind häufig ein Tennisellenbogen (M77.1). Das Problem sitzt dabei oft an den Sehnenansätzen der Handgelenkstrecker. Überlastung führt zu Mikrotraumen und Entzündungsreaktionen, die sich bis chronisch steigern können.
Die gute Nachricht: Du kannst sehr konkret ansetzen. Mit Übungen, die den Bereich am äußeren Unterarm gezielt lockern, Triggern mit Bewegung kombinieren und auch den radialen Nerv mit berücksichtigen, schaffst du bessere Voraussetzungen. Entscheidend bleibt aber immer: Belastung reduzieren und die passenden Muskeln sinnvoll kräftigen.
Wenn du möchtest, lass dir in einer Physiotherapie Bonn Situation auch individuell zeigen, welche Dosierung und welche Übungsausführung zu deinem Beschwerdebild passt, besonders dann, wenn der Schmerz stark ist oder immer wieder zurückkommt.
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